Burusera Shops
Das Geschäft mit getragener Wäsche
Vor allem durch das Internet boomte der Handel mit getragener Unterwäsche weltweit. Doch was in der westlichen Welt mehr oder weniger hinter vorgehaltener Hand geschieht und von gesellschaftlicher Akzeptanz weiter entfernt ist, als die Erde vom Mond, ist in Japan etwas ganz „normales“. Denn dort kann man in den sogenannten Burusera Läden ganz beiläufig getragene Unterwäsche kaufen, wie eine Packung Cornflakes im Supermarkt.
Burusera setzt sich im japanischen aus den Wörtern burumâ (knappe Sporthöschen) und sêrâ-fuku (Deutsch: Matrosenkleid, Bezeichnung der japanischen Schuluniform für Mädchen) zusammen.
Jun'ichiro Tanizaki
Japans bekanntester Fußfetischist
Bei der Lektüre von Simone de Beauvoirs Werk „La vielleisse“ („Das Alter“) stieß ich erstmalig auf den Namen des japanischen Autors Jun'ichiro Tanizaki. In ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität im Alter greift sie wiederholt auf dessen Werk „Das Tagebuch eines alten Narren“ (1962) zurück.
In Form von Tagebucheinträgen läßt Tanizaki am Leben eines, dem Tode nahen japanischen Seniors teilnehmen.
Fußfetischismus in Frankreich
Vom offenen Umgang mit Lust, Lifestyle und Literatur
Als einen typisch französischen Fetischismus titulierte der Sexualwissenschaftler Krafft-Ebing einst den Fuß- und Schuhfetischismus. Letzteren benannte er dann auch passender Weise in der „Psychopathia Sexualis“ nach dem französischen Literaten Rétif de la Bretonne (siehe Ausgabe 3)- als „Bretonnismus“.
Ganz Unrecht scheint er mit seiner flapsigen Aussage aber nicht gehabt zu haben – verglichen mit der Situation in Deutschland wird hier - in Frankreich - zumindest weit offener und viel natürlicher mit dieser sexuellen Präferenz umgegangen.
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